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 shard of the fallen

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shard of the fallen  Empty
BeitragThema: shard of the fallen    shard of the fallen  EmptySo Feb 19, 2012 11:09 pm



Shard of the Fallen




"Die Splitter im Seelenspiegel des schwarzen Turmes reflektierten das glühend rote Licht, das vom Feld unter ihm zur höchsten Kammer aufstieg. Tausende und abertausende blutrote Rosen, jede einzelne eine Träne für eine verlorene Welt breiteten sich aus und trafen am Horizont auf stahlgrauen Himmel. Mit jedem Atemzug der erbarmungswürdigen Kreatur, die geneigten Hauptes über dem Bild ausharrte und nur ab und an die Finger spreizend bewegte, brach die Oberfläche des Traumes vom Gleichgewicht ein wenig mehr zusammen, zogen sich weitere feine Linien durch das reflektierende Glas."



"Ich stand vor den Trümmern meines Verstandes. Die Whiskeyflasche war meiner schlaffen Hand entglitten und unlängst in den trägen Wassern unter meinen Füßen verschwunden. Minutenlang verharrte ich am Ufer des Chicago River und blickte zurück auf die Stadt, die ich verlassen hatte: Ein flirrende Skyline, in Glas gegossene Schönheit mit bewegter Geschichte und faszinierenden Menschen. Auf dieser einen Seite befand sich meine Heimat, auf der anderen die Zukunft, oder eine tödliche Falle. Es war mir gleich. Von der Union Station zum Chicago River über die alte 66 Bridge wollte ich laufen, doch zum ersten Mal seit ich hier entlangschlenderte – und meine alten Sohlen kennen diese Straßen in und auswendig – fand ich eine schmale Fußgängerbrücke neben der eigentlichen vor, die ich neugierig betrat. Andere waren vor mir hier gewesen, eingeritzte Insignien in altem Holz direkt neben den üblichen Anzüglichkeiten.
Es war eine alte Brücke an deren anderem Ende ich mein Chicago zu finden glaubte. Doch was mich erwartete, war alles andere als gewöhnlich. Nicht das täglich Hin- und Her der belebten Metropole, das Flanieren der Fußgänger, der Verrückten und Gehetzten auf dem Weg zur Arbeit und zur nächsten Pflicht. Neben dem Leben, das viele Menschen in Zufriedenheit miteinander teilen, gab es noch etwas anderes, weit abseits von allen Geheimnissen und Gerüchten:
Ein perfektes Abbild der Stadt in der ich lange mein unbedeutendes Dasein geführt hatte und doch gab es so viele Kleinigkeiten, neue Automarken, andere Slangwörter, anders aufgetakelte Pseudoschönheiten. Ich begann ein Leben zwischen den Welten, das sich nur durch die Gesichter auf den zehn Dollar Scheinen unterschied. Das Leben eines Wanderers."




"Der eisige Wind brachte den Geruch von Fäulnis und Verdammung mit sich. Unbarmherzig kalt schnitt er den Wanderern durch die Kleider und ließ ihre Augen tränen. In ihnen wurde der Wunsch den Gewaltmarsch durch die Berge bald hinter sich zu haben, zu einem unüberhörbar lauten Ruf. Doch der Anblick, der sich ihnen bot, als sie den Pass überwunden hatten, ließ sie trotz der Witterung staunend innehalten:
Über ein grünes Tal erstreckte sich eine der letzten Bastionen der Menschheit in voller Pracht. Hohe Türme ragten wie schneeweiße Kristalle in den dunkelblauen Herbsthimmel, weite Alleen, übervölkert von Gesindel und Handelsleuten, buntes Treiben. 'Weiter, mir frieren die Stiefel sonst bis zum Arsch an', brummte Brenbeld und schulterte die Axt in einer bequemeren Position. Der derbe Ausspruch des Zwerges wurde von keinem der Begleiter eines Kommentars gewürdigt. Am Horizont verfärbte sich der Himmel in feurigen Farben, untermischt von einem Grünton, der so unpassend schien wie die Schabe in der Suppe. 'Seht, es hat wieder begonnen!'
Das Leuchten verkündete Unheil, das Verschmelzen von Welten, das alsbald vielleicht auch die Feste weit unter ihnen verschlingen würde. Niemand wusste, was es zu bedeuten hatte, doch seltsame Bauwerke und Wesen waren daraus hervorgetreten. Wahnwitzig hohe Türme aus Glas, Menschen, deren kleine, piepende Geräte an ihren Händen festgewachsen schienen- zumindest konnten sie die Finger nicht von diesem Spielzeug lassen. Der Dieb verdrängte die Gedanken an sie mit einem Kopfschütteln. Eine neue Stadt lag zu ihren Füßen, ein Ort voller grimmiger Abenteuer, voller Weinkrüge und draller Weibstücke. Es gab keinen besseren Ort für ein echtes Schurkenherz."


"Doch auch an der Ignoranz des niedersten Wesens kann eine Tatsache nicht vorübergehen:
Das Kaleidoskop der Welten, gehalten vom dunklen Turm, bricht langsam auseinander. Ein schleichende Krankheit hat bereits seit Jahrzehnten jedes Wann und Wo außer Kraft gesetzt und verzerrt das Gefüge, bis die letzten Säulen aus dem Fundament der Gezeiten brechen und alles mit sich in die Dunkelheit reißen."


Über uns:

  • Genre: Urban Fantasy / Dark Fantasy

  • Menschen sind gern gesehen und auch RL Plots dürfen gern gespielt werden

  • Das Forum basiert auf dem Weltensystem aus Stephen Kings 'Dunkler Turm', es gibt zum einen die gewöhnliche Stadt Chicago, zum anderen eine eher fantasylastigere Welt, Aìdengard

  • Das Spielen und Ausdenken weiterer Welten ist möglich

  • Alle vorstellbaren Rassen vom Alp über den Mutanten bis hin zum Vampir sind möglich, neue (ausgedachte) Rassen sind erwünscht

  • Doppelte Avatarbelegung in verschiedenen Welten möglich

  • Rating: Ab 18

  • Gespielt wird nach dem Prinzip der ortsbezogenen Szenentrennung


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